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Zwischenbilanz nach knapp 8000 Kilometern

Knapp 8000 Kilometer habe ich mit meinem Hyundai IONIQ mittlerweile zurückgelegt. Mehrere längere Fahrten, unter anderem in die Steiermark, nach Kärnten und ins Südburgenland haben mir bewiesen, dass der IONIQ absolut alltagstauglich ist, auch bei Strecken mit mehr als 200 Kilometern. Die vielfach gepriesene Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Schnellladestationen entlang der österreichischen Autobahnen hat sich bis jetzt bestätigt. Nirgendwo habe ich wirklich warten müssen, die Zeit bis zum erreichen von 94% der gesamten Akkukapazität hat bisher nicht länger als 25-30 Minuten gedauert. Das ist nicht länger als es dauert eine kurze WC- Pause einzulegen und einen schnellen Kaffee zu trinken. Die Maingau-Ladekarte ist übrigens nach wie vor mein absoluter Favorit was günstiges und nachhaltiges Aufladen des IONIQ betrifft.

Ganz allgemein habe ich meine Fahrgewohnheiten mit dem IONIQ nicht allzu sehr geändert. Keinesfalls bin ich langsamer unterwegs als ohne Elektroauto. Es ist also auch absolut möglich gemütlich und stressfrei mit 130 km/h auf der Autobahn zu fahren und auf Bundesstraßen ebenfalls im Bereich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unterwegs zu sein. Trotzdem „gleitet“ man wesentlich entspannter über die Straße, nicht zuletzt dank dem tollen Fahrspurassistenten und dem radargesteuerten Distanzsensor.

Heiß ist es derzeit, aber die integrierte Wärmepumpe meines IONIQ hat bis heute sehr, sehr gute Dienste geleistet. Innerhalt 30 Sekunden wird die Fahrgastzelle effizient und wirksam runter gekühlt, ohne dass deswegen die Reichweite einbricht. Meine tägliche Wegstrecke ins Büro beträgt insgesamt rund 110 Kilometer, davon rund die Hälfte Bundesstraße und die andere Hälfte Autobahn und Stadtautobahn. Realistischen 200-210 Kilometer Reichweite errechnet mir der Bordcomputer bei den derzeitigen Extremtemperaturen in Kombination mit meinem Fahrverhalten, ein Wert der sich wirklich sehen lassen kann und der fürs „daily business“ völlig ausreichend ist.

Nächtliches Laden im Garten

Wermutstropfen habe ich noch absolut keinen gefunden. Natürlich würde mir ein Fernzugriff mittels App so wie er bei Tesla angeboten wird gefallen, ein k/o Kriterium stellt dieses Manko aber nicht dar. Und wenn ich den IONIQ dann am Abend zu Hause auflade kann ich mittels Go-e Charger App natürlich den aktuellen Ladestatus verfolgen wenn mir danach ist. Gut, dass die Go-e Charger App auch laufend weiterentwickelt wird, ein wenig am Design und Userinterface könnte man noch sicher optimieren.

Kommendes Wochenende wird’s spannend. Es geht nach Ölmütz in Tschechien, in Sachen Elektromobilität und Lademöglichkeiten leider noch ein Entwicklungsland. Ein geplanter Ladestopp bei Lidl in Brünn und eine Reihe von „Ersatzladepunkten“ für den Fall der Fälle sollten uns die rund 200 Kilometer nach Olmütz aber problemlos zurücklegen lassen. Habe ich schon die tolle und übersichtliche Darstellung aller EV Ladestationen auf der Seite von Goingelectric erwähnt? Das ist die erste Adresse wenn es um die Suche nach aktuell verfügbaren Ladestationen europaweit geht.