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Zwischenbilanz nach 5200 Kilometern

Typische Situation am Schnelllader, ein schneller Kaffee geht sich aus

Mittlerweile fahre ich den Hyundai Ioniq Elektro seit fast zwei Monaten. Zeit für eine Zwischenbilanz, Zeit auch für einen Bericht über erste „Langstreckenerfahrungen“. Eines vorweg, bis dato haben sich meiner Erwartungen voll erfüllt.

Nahezu täglich lege ich die Strecke ins Büro und zurück mit dem Ioniq zurück. Rund 110 Kilometer sind dies, hin und retour insgesamt. Rund ein Drittel der Strecke gehts über die Bundesstraße, den Rest teilen sich Autobahn und Stadtautobahn. Ich habe mein Fahrverhalten praktisch nicht geändert, fahre immer zu zulässige Höchstgeschwindigkeit (wenns der Verkehr zulässt) und achte nicht sonderlich auf den Energieverbrauch. Der Bordcomputer meines Ioniq hat sich jetzt auf eine prognostizierte Reichweite von 200-205 Kilometer bei vollem Akku eingependelt. Damit kann ich wunderbar leben, natürlich könnte ich durch eine effizientere Fahrweise mehr Distanz aus einer Akkuladung rausholen.

Meine ersten „Langstreckenerfahrungen“ waren durchwegs positiv. Vor kurzem ging es dienstlich nach Velden am Wörthersee. Extra konservativ hatte ich zwei Ladestopps an der Südautobahn in Zöbern und Lieboch vorgesehen. An beiden Ladestationen wird die Maingau Ladekarte akzeptiert – d.h. um rund 1 Euro 50 Cent konnte ich das Auto mit jeweils rund 10 kWh wieder auf 94 Prozent der Maximalkapazität von 28 kWh laden. 94 Prozent deswegen, weil an Schnellladestationen die Schnelladung bei 94 Prozent abbricht um den Akku nicht zu strapazieren. Man könnte dann zwar langsam weiter laden, das macht aber naturgemäß auf einer Autobahnfahrt nicht wirklich Spass.

Entspanntes Laden in Lieboch

Durch die Ladestopps bedingt mit rund 1 Stunde „Verspätung“ im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor kam ich entspannt in Velden an. Praktisch jedes Hotel bietet die Möglichkeit zumindest an einer Schuko Dose wieder das Auto vollzuladen, natürlich kostenlos.

Die Rückfahrt gestaltete sich ähnlich stressfrei, nur fand ich in Zöbern einen Nissan Leaf an der Ladestation. Dadurch gab es eine „Zwangspause“ von weiteren 20 Minuten bis der Leaf voll war. Zeit genug zum fachsimpeln mit dem Benutzer des Leaf, der sein Auto erst einige Tage zuvor erhalten hatte.

Und es hat „zing“ gemacht 🙁

Einziger Wermutstropfen dieser ersten längeren Fahrt, ein winziges Steinchen am falschen Ort auf der Autobahn auf die Windschutzscheibe, und schon hat es „zing“ gemacht und ein Sprung verzierte das Glas. Das ist aber nun wirklich kein Elektroautoproblem. Ärgerlich allemal, in den nächsten Tagen wird dieser Missstand aber glücklicherweise beim Händler meines Vertrauens beseitigt, leider gegen einen entsprechenden Selbstbehalt der Versicherung 🙁 

Ansonsten herrscht „daily business“ mit dem Ioniq. Ob ins Büro oder zum Flughafen, ob am Wochenende zu Ausflügen oder zum Heurigen. Einfach ein Auto eben, nur halt ein sehr komfortables, flüsterleises und nachhaltigeres Auto 🙂