• Film,  Politik

    Passend zur Zeit: My Borders Joyfence

    „My Border’s Joy Fence“ wirkt echt, das “Produkt” scheint in Zeiten wie diesen durchaus real. Michael Kranz’ Kunstprojekt wirbt jedoch nicht für ein privates Sicherheitssystem, das vor Ausländern, Bettlern und Andersdenkenden schützt, sondern für mehr Menschlichkeit. Die Täuschung ist so echt, dass der „Order-Button“ auf der Website für das Fake-Produkt immer wieder gedrückt wird: „Wie viele wirklich denken, dass das Produkt existiert, weiß ich natürlich nicht. Aber wenn man sich die Kommentare auf der Facebook-Seite ansieht, weiß man, dass der Film polarisiert“, so der Künstler. Nähere Infos über dieses Projekt gibt es auf https://www.orderyourborder.com

  • Politik

    Vergleichen und gleichsetzen sind unterschiedliche Begriffe

    Der großartige österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier argumentiert präzise und klar, dass die Barbarei immer in kleinen Schritten kommt. Die Lehren aus der Geschichte mahnt Köhlmeier auch bei menschenverachtenden Äußerungen türkisblauer Politiker gegen Flüchtlinge ein. Vergleichen und gleichsetzen sind nicht ident, die “Nazikeule” und “Ausschwitzkeule” sind unangemessene und unerträgliche Begriffe. Wo sonst wenn nicht in unserer Vergangenheit können wir über unsere Zukunft lernen? Wer sonst wenn nicht wir Menschen sind für die Untaten der Vergangenheit und Gegenwart verantwortlich. Warum Empathie und Mitglied die wichtigsten Säulen zivilisierter Gesellschaften sind bringt Köhlmeier brilliant auf den Punkt. Hier gibt es die bemerkenswerte Rede zur hören, die Köhlmeier anläßlich einer Gedenkfeier in Mauthausen gehalten hat.

  • Compliance

    Deutschland und Brasilien stellen UN-Resolution für Datenschutz vor

    Deutschland und Brasilien haben einen Entwurf für eine rechtlich nicht bindende UN-Resulution entworfen. Darin wird eine Stärkung des Datenschutzes und weniger Überwachung gefordert. Der Entwurf sieht vor, dass biespielsweise keine Metadaten mehr überwacht werden dürfen, z.B.  Angaben zu angerufenen Telefonnummern, Verbindungsdauer von Telefongesprächen oder Nutzungsdauer aufgerufenen Webseiten. Nach Ansicht der Verfasser lässt sich das Speichern derartiger Daten nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit vereinbaren. Weder Unternehmen noch Geheimdienste sollten solche Daten festhalten dürfen. Die Verfasser regen auch an, dass ein spezieller UN-Beauftragter zu Datenschutzfragen installiert werden soll. Der Resolutionsentwurf wurde am Dienstag dem für Menschenrechte zuständigen Dritten Komitee der Vereinten Nationen in New York vorgestellt. Dieses will Ende des Monats…

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