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Erster Erfahrungsbericht nach 2002 Kilometern

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Etwas länger als zwei Wochen habe ich ihn nun, den Hyundai IONIQ Elektro. Und zu berichten gibt es nichts wirklich besonderes, meine Erwartungen wurden auf jeden Fall völlig erfüllt. Meine tägliche Fahrt ins Büro und zurück lege ich genauso sportlich wie bisher mit dem Diesel zurück, keine Kompromisse bezüglich der Geschwindigkeit sind erforderlich. Was mich schon einigermaßen begeistert ist die „nahezu“ Autopilotfunktion des Ioniq: Mit aktiviertem LKAS (Spurhalte-Assistenten) und Tempomat mit Geschwindigkeits-Konstanthalter (Smart Cruise Control) lege ich die 55 Kilometer ins Büro großteils ohne großartige Lenk- und Steueraktivität zurück. So funktioniert sicheres und komfortables Autofahren. Mehr zu einigen diesbezüglichen technischen Features des IONIQ weiter unten.

Abendliches Laden im Garten

Jeden Abend hängt der IONIQ bei mir zu Hause am Stromkabel und ist im Normalfall binnen 3-5 Stunden wieder vollgeladen. Dankenswerterweise habe ich nämlich auch im Büro die Möglichkeit zu laden, damit kriege ich die Batterie praktisch nie unter 75% „leer“, ich bin schon gespannt auf meine ersten längeren Strecken, länger als 200 Kilometer und damit mit der Notwendigkeit auch unterwegs zu laden, was wegen der superschnellen CCS Lademöglichkeit nicht länger als 35 Minuten dauern sollte. Spätestens im Juli wird es diesbezüglich ernst, eine Dienstreise nach Velden wird den Akku des Ioniq erstmals wirklich „fordern“.

Zu den Fakten: Der IONIQ bietet serienmässig eine lange Liste an Sicherheitssystemen an. Dazu zählen unter anderem der automatische Notbrems-Assistent (AEB, Autonomous Emergency Braking), das Spurwechsel-Warnsystem (LDWS, Lane Departure Warning System), der Spurhalte-Assistent (LKAS, Lane Keeping Assist System) und der Tempomat mit Geschwindigkeits-Konstanthalter (Smart Cruise Control).

Übrigens: Den automatischen Notbrems-Assistenten (AEB) bewertet der Euro NCAP Test mit einer guten Performance in allen Kriterien. Der IONIQ ist ein unglaublich SICHERES Auto! Das System arbeitet mit Sensoren, Front-Radar und Kamera und greift in drei Stufen ein. Zuerst warnt es den Fahrer optisch und akustisch, in der zweiten Phase bremst es das Fahrzeug aufgrund der Gefahrensituation ab und in Phase 3 führt es eine Vollbremsung aus, bevor es zur Kollision kommt. Ab 8 km/h aktiviert sich das System, sobald es ein anderes Fahrzeug oder einen Fussgänger vor dem IONIQ registriert. Das funktioniert wirklich perfekt wie ich bisher erleben konnte.

Nebst den von der Euro NCAP Prüfstelle getesteten Technologien stehen im IONIQ auch der Toterwinkel-Assistent und die Überwachung des rückwärtigen Verkehrs (Rear Cross Traffic Alert) zur Verfügung. Diese Systeme warnen den Fahrer vor Fahrzeugen, Fussgängern und anderen Verkehrsteilnehmern, die sich im nicht sichtbaren Bereich hinter oder neben dem Fahrzeug befinden und eine Kollisionsgefahr darstellen könnten.

Bezüglich der Farbwahl fühle ich mich bestätigt, die gewählte Farbe „Aurora Silber“ entspricht eher meinen Vorstellungen wie ein Auto farblich auszusehen hat. Die schrillen Farben, in denen der Ioniq ja auch zu erhalten ist, sind halt nicht meine Sache. Was natürlich in der Anfangsphase schmerzt sind Verschmutzungen, sei es durch Insekten oder lästige Harzflecken, denen der Ioniq leider ausgesetzt ist wenn er  vor unserem Haus unter einem Nadelbaum parkt. Ich gebe es gerne zu, so oft wie mit dem Ioniq war ich noch nie zuvor in der Waschstraße. Dank neu errichteter „self service“ Waschanlage im Ort halten sich die Kosten dafür aber sehr in Grenzen 🙂

Power aus der Steckdose

Ein Typ 2 Ladekabel habe ich mittlerweile auch schon im Kofferraum, damit ist sichergestellt, dass ich den Ioniq im Bedarfsfall auch an einer der unzähligen Typ 2 Ladestationen mit Energie versorgen kann. Demnächst erwarte ich den Go-E Charger, mit dem der Ladevorgang zu Hause und unterwegs dann noch besser gesteuert werden kann. Und über WIFI lässt sich der Ladestatus damit auch abrufen.

Ein nicht unwichtiges Detail am Schluß: Es ist sehr, sehr kostengünstig mit dem IONIQ zu fahren. Bei einem Preis von rund 20 Cent pro Kilowattstunde lade ich den Akku für rund EUR 5,60 auf – damit fahre ich rund 220 Kilometer (ohne mich geschwindigkeitsmäßig zu beschränken). Noch günstiger geht es derzeit auch, mit der Maingau Ladekarte kann ich an unzähligen CCS Schnelladern für 5 Cent pro Minute aufladen, bei einer 50 kW Gleichstrom Ladestation komme ich damit auf einen Preis von rund 2 Euro pro Vollladung 🙂

Hier im Goingelectric Forum gibts eine lebhafte Diskussion über die Maingau Ladekarte.