NachhaltigkeitZukunft

Der Amazonas-Regenwald stirbt

Nur Fakten: Die Waldbrände im Amazonas-Regenwald 2019 betrafen Wälder im Gebiet des Amazonas in Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Paraguay und Peru bis zur Grenzregion Argentiniens in Gran Chaco. Im August 2019 verbrannten allein binnen fünf Tagen 471.000 Hektar Wald, Weiden und Felder. Anders ausgedrückt sind das 660.000 Fußballfelder oder 4.710.000.000 Quadratmeter. Noch ein Vergleich: Im Umkreis von 1.200 Kilometern befinden sich 471.000 Hektar. Das ist unvorstellbar viel Landfläche.

Der Anstieg entsprach im Juni 2019 über 88 % im Vergleich zum Vorjahr. Es kann zwischen 40 bis 50 Jahren dauern, bis wieder Sekundärwald gewachsen ist. Mindestens 100 Jahre werden benötigt, bis sich der Regenwald komplett regeneriert hat. Der durch die Brände freigesetzte CO2-Ausstoß stieg im Vergleich zu den Vorjahren an, war in den 2000er-Jahren aber zum Teil deutlich höher als 2019 (Vergleichszeitraum jeweils bis 21. August) mit einem Höhepunkt im Jahr 2004.

Im Zentrum internationaler Kritik steht Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro, der nach verschiedentlich geäußerten Ansichten nicht genug zur Eindämmung der Brände getan oder diese sogar indirekt durch seine Politik gefördert habe.

Quelle: Wikipedia